Dienstag, 20. Juli 2010

Dürre, Flut und Regenrekorde - was denn nun?

Hatten wir ein Glück mit den Wetterkonditionen! Kaum haben wir Schottland verlassen, kommt der langersehnte Regen. Aber diesmal natürlich zu viel, zu heftig. Hier geht es zum englischsprachigen Artikel des Herald Scotland.

Nachtrag vom 6. August: Schottischer Regenrekord-Sommer!
Es ist kaum zu glauben: erst schlägt dieser schottische Sommer sämtliche Schönwetterrekorde - und danach regnet es nur noch, so dass Herald Scotland titelt: "Rainy Scotland's miserable summer enters record books". Hier geht es zum englischsprachigen Artikel.
Gutes timing und das Wohlwollen der Wettergötter ist in diesem Fall viel wert. Wir sind seit Anfang Juli daheim und haben Schottland sonnig, warm und freundlich in Erinnerung.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Zur See!

Das Meer war unser treuer Gefährte während unserer langen Reise durch Schottland. Es war wirklich sehr freundlich zu uns, hat uns weder Sturm noch hohen Wellen ausgesetzt obwohl wir wirklich viele Bootstouren zu all den abgelegenen Inseln unternommen haben.
Danke, Element Wasser!


Letztendlich mussten wir aber auch das Meer verlassen, zurück mit der DFDS-Fähre von Newcastle nach Ijmuiden bei Amsterdam.


Der letzte Leuchtturm dieser Reise, ganz anders im Stil als die vielen anderen Leuchttürme die wir sehen durften:


Leuchtturm im Hafen von Newcastle, Shielding Royal Quays


Unser “Bolletje” im Bauch der Fähre “King of Kobenhavn”

Dienstag, 29. Juni 2010

Steinmysterien

Endlich, am Ende der Reise, ist es doch noch passiert! Überraschende und inspirierende Begegnungen mit echten "Steinfreaks", Menschen die besessen sind von den verborgenen Geheimnissen der mystischen alten Steine.
Und da die meisten Schotten ja begnadeter Geschichtenerzähler sind, haben sie gerne ihre Passion und ihrer Erkenntnisse mit uns geteilt und wir konnten faszinierende Tonaufnahmen ihrer Geschichten festhalten.

Beispielsweise haben wir in Whithorn von Steward viel über dieses wunderbares keltische Kreuz erfahren:
Monreith Cross: Zeigt es einen heiligen Kreis oder ein Kreuz??

Und dann bei Cairnholy Cambered Cairns in der Nähe von Creetown (Galloway), hatten wir eine echte “FLOW” Erfahrung.
Wir waren im richtigen Moment am richtigen Platz und haben dort auch noch den richtigen Menschen getroffen. Mehr darüber ist in Kürze auf diesem Blog zu lesen.
Zunächst einmal soviel: sehen Sie sich einmal genau den mittleren Stein an und wie die Schatten dort fallen. Ist das nicht faszinierend? Der mittlere Stein liegt genau in der Mitte der Schatten der beiden anderen Steine. Dieses Wunder dauert nur wenige Minuten und "zufällig" durften wir genau diese Minuten miterleben. Joseph hat uns viel über seine eigenen Erlebnisse und Forschungsergebnisse erzählt.

Cairnholy Chambered Cairn, Schotland

Sonntag, 27. Juni 2010

Auf Pilger's Spuren

Glenluce Abbey heisst übersetzt: "Abtei im Tal des Lichts" - das klingt sehr verheissungsvoll!

Diese Atmosphäre muss man eigentlich persönlich erfahren.


Steine singen das Lob der Schöpfung in der Glenluce Abbey, Schottland


Richtig spannend wird es, wenn man sich auf den Whithorn Pilgerpfad (oder auch St. Ninians Weg) begibt. Viele Pilger haben auf diesem Weg durch die Jahrhunderte Erlösung für ihre Seele gesucht.....

...und an diesen inspirierenden Kraftplätzen sicher auch gefunden:




In der Nähe der Höhle des St Ninian

Samstag, 26. Juni 2010

DÜRRE - und Wassernotstand

Zum Ende unserer Reise muss ich jetzt noch einmal komplett mit allen eventuell bestehenden Vorurteilen über das schottische Wetter aufräumen. Normalerweise geht man ja davon aus, dass es hier oft und ergiebig regnet. Und ja, es kommt vor. Es kommt aber auch vor, dass es wochenlange Dürrezeiten gibt und alle Bauern und Gärtner sehnsüchtig auf Regen warten.
Konkret: Hier in Dumfries & Galloway sind alle Wiesen gelb und vertrocknet, die Felder verdörren, seit 46 Jahren ist das nicht mehr passiert. Die Wasservorräte sind schon lange aufgebraucht und die schottische Regierung hat ein offizielles Rasensprengerverbot ausgerufen. Seit 7 Wochen hat es hier nicht geregnet, alle Menschen lechzen nach dem kühlen Nass.


In diesem Klima fühlen sich die subtropischen Pflanzen im Logan Botanic Garden richtig wohl:

Palmen im Botanischen Garten in Logan


Die eindrucksvolle Pflanzenkollektion in den bekannten Castle Kennedy Gardens hat schon mehr Mühe mit den aktuellen klimatischen Bedingungen:

Gartenabteil in den Castle Kennedy Gardens, Schottland


Not macht erfinderisch: In den Castle Kennedy Gardens pumpt man das Wasser vom hauseigenen See in die Gärten

Mittwoch, 23. Juni 2010

Wassernotstand in Schottland!

Für einige Gebiete Schottlands droht der Wassernotstand aufgrund der Dürre der letzten 6 Monate. Hier geht es zum englischsprachigen Artikel auf BBC.

Montag, 21. Juni 2010

Ein Seekönigreich zur Sommersonnenwende!

Unser Weg führt uns von der Nordsee wieder zurück an den Atlantik. In den nächsten Tagen werden wir die Inseln des sogenannten schottischen "Seekönigreiches Dalaria" (das klingt doch schon wie ein Romantitel, oder?) erkunden: Mull, Staffa und die heilige Insel Iona.



Atlantische Inseln des Argyll

Das bevorzugte Transportmittel ist wieder einmal die CalMac Fähre (Reederei Caledonian Mac Brayne).


Caledonian Mac Brayne Fähre im Hafen von Oban


Sommersonnenwende: es wird hier einfach nicht richtig dunkel im Sommer, es ist wirklich sehr ähnlich wie die Mitternachtssonne in Norwegen. Dieses Foto habe ich um 23.36 GMT (Greenwich Main Time) in Oban auf der Gallanach Campsite aufgenommen. Was für eine location! Im Vordergrund ist unser kleiner Caravan zu sehen. Im Hintergrund der Atlantische Ozean und die sanften Hügel der grünen Insel Mull. Ein Hauch Meergeruch liegt in der Luft. Und man hört: Nichts. Totale Stille. Es ist, als ob das Universum seinen Atem, anhält. Jetzt, hier, in diesem Moment.

Stimmung zur Sommersonnenwende auf dem Gallanach Campingplatz, Oban

Samstag, 19. Juni 2010

If you can dream it you can do it!

Wenn du davon träumen kannst, dann kannst du es auch verwirklichen!

..... auch wenn es manchmal etwas länger dauert. Seit 25 Jahren nun träume ich davon, Findhorn zu besuchen. Heute sind wir hier, endlich.

Wir haben viel gesehen, gelernt und auch neue Inspirationen bekommen. Und Bestätigungen: Alles Gute beginnt in einem Caravan (Wohnwagen)!


Dieses Foto zeigt den Original-Caravan, indem 1962 die Findhorn-Geschichte begann.

Dieser Wohnwagen wird heute immer noch für S&PD (Spiritual & Personal Development) benutzt. Spirituelle und persönliche Entwicklung! So etwas ähnliches passiert ja bei uns in unserem eigenen kleinen Wohnwagen, den wir liebevoll Bolletje nennen, auch. Sieben Wochen zu zweit auf noch nicht einmal 8 m² auf der nördlichen Halbkugel, da muss man schon eine ziemlich große Bereitschaft zur spirituellen und persönlichen Entwicklung mitbringen, sonst geht das nicht gut. Zu einer Erinnerung: hier geht es zu einem Foto von unserem eigenen kleinen Wohnwagen.



Im Sanctuary (Kultraum, Heilige Stätte) in Findhorn schlägt das Herz der Gemeinschaft. Ich fühlte mich tief berührt, eine kurze Zeit in diesen Schwingungen "SEIN" zu dürfen.


Zum Abschluss ein schöner Findhorn-Leitspruch: Arbeit ist es Liebe in Aktion!

Freitag, 18. Juni 2010

Bekenntnisse und Transformationen

Ok, fangen wir mit einem Bekenntnis an: ich habe eine neue Schwäche. Manch ein Schottlandfahrer entdeckt ja gerade hier begreiflicherweise eine Schwäche für schottischen Whisky. Nicht so ich. Ich habe eine Schwäche für "Yeovalley" entwickelt, seines Zeichens biologisch-probiotischer Joghurt! Der Erdbeergeschmack ist schon toll, es gibt aber auch "special editions" wie etwa Toffee oder Lemon Curd (eine Art Zitronencreme)- und die sind wirklich unwiderstehlich!

Yeovalley organic probiotic yogurt


Vielleicht kann ich ja lernen, mich dieser Schwäche zu entledigen ( und auch anderen, zum Beispiel der Schwäche andauernd fotografieren zu müssen!)
während ich ein Symbol der Veränderung betrachte, einen Schmetterling. Diesen wundervollen Blumenschmetterling haben wir in dem so genannten "Veränderungsort" (transition town) Forres gefunden, ganz in der Nähe von Findhorn im Nordosten Schottlands. Das Transition Network hat es sich zum Ziel gesetzt, über lokale Initiativen unserer Welt gemeinsam nachhaltiger zu gestalten.

Blumenskulptur "Schmetterling" in Forres, Schottland

Mittwoch, 16. Juni 2010

Wandern in Reinigedal, North Harris

Die kleine Siedlung Reinigedal (oder auch Rhenigidale, Reinigeadal-gälisch), die an der Ostküste der abgelegenen äußeren Hebrideninsel North Harris liegt, wurde erst 1990 an das öffentliche Straßennetz angeschlossen und war somit sehr lange beinahe unzugänglich.

Heute haben wir uns einer Wanderung angeschlossen, die vom örtlichen Ranger Robin durchgeführt wurde. Robin arbeitet für den North Harris Trust (Urras Ceann a 'Tuath na Hearadh) und führte uns buchstäblich über Berg und Tal in dreieinhalb Stunden von Reinigedal zu den Ufern des Loch Trolamaraig und wieder zurück.

Aufgrund der Wetterumstände war der Weg doch ein wenig anstrengend. Es war nass, neblig und bewölkt " aber nie ZU nass" - wie man hier auch sagt.


Wandern mit dem Ranger in Reinigedal


Und endlich habe ich auch einen Austernfischer mit der Fotoapparat erwischt, yes!

Austernfischer auf der Insel Harris